Mittelständische Partnerschaft im Namen einer neuen Premiumqualität
GiroNet® GmbH:
Intelligentes Vendingkonzept mit AVS GmbH in der Biotest AG

Von Links nach Rechts: Helmuth Butt (Geschäftsführer / GiroNet GmbH), Melanie Hein (Geschäftsführerin / AVS GmbH), Joachim van Klev (Lorenz Datensysteme GmbH), René Hein (Geschäftsführer / AVS GmbH)
Die GiroNet® GmbH, Frankfurt am Main, die Vertriebs- und Servicegesellschaft der bargeldlosen Zahlungs- und Abrechnungssystemer für den GV- und Vending-Markt hat durch ihren Partner Lorenz Datensysteme GmbH in Kooperation mit der AVS GmbH aus Schaafheim für die Biotest AG in Dreieich ein automatisches Versorgungskonzept lebbar gemacht, das nicht nur in Design, Einsatzoptionen sowie Gästeorientierung seinesgleichen sucht, sondern den Themen Datenfernübertragung und Automatenvernetzung angewandte Praxisrelevanz verleiht. Basis des Vorzeigecoups mit 48 Geräten: Eine vertrauensvolle Experten-Partnerschaft aller Beteiligten und „offene Köpfe“ für visionäre Machbarkeiten.
From Nature for Life – Aus der Natur, für das Leben
So das Motto der Biotest AG, die in Dreieich bei Frankfurt am Main menschliches Blutplasma zu Arzneimitteln für die Therapie von Antikörpermangelerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Gerinnungsstörungen herstellt. Rund 800 Mitarbeiter engagieren sich im 24 Stunden Schichtdienst für diese verantwortungsvolle Aufgabe und kommen im Gegenzug an ihrem Arbeitsplatz selbst in den Genuss der Unternehmensphilosophie, die sich dem Respekt von Natur und Leben verschrieben hat. Der Spezialist für Immunologie und Hämatologie wertet die kulinarische Versorgung seiner Mitarbeiter als elementares Gut und verpflichtete neben Caterer Aramark für die beiden hauseigenen Kantinen die Vendingexperten der AVS GmbH für das Volloperating der 48 Food & Beverage-Automaten.
Melanie Hein, Tochter des Unternehmensgründers Adolf Hein und ab Oktober 2007 Mitglied der AVS-Geschäftsführung, betont lächelnd: „Die Zusammenarbeit mit Biotest besteht bereits seit 15 Jahren, was für uns im Sinne von Beziehungs-Management nicht nur Verpflichtung, sondern echte Partnerschaft bedeutet.“ Und Bruder René Hein, Technischer Leiter der AVS und ebenfalls ab Oktober Mitglied der Geschäftsführung, ergänzt: „Der Qualitätsanspruch, den wir im Vending für uns definiert haben, geht Hand in Hand mit den Vorstellungen, die Biotest von einer aktuellen, mitarbeiterorientierten Verpflegung hat.“

Melanie Hein gemeinsam mit Abebe Tafese, welcher für die tägliche Betreuung der Automaten bei Biotest zuständig ist
Stichworte in diesem Zusammenhang sind ambientestarkes Design, Vernetzung als Garant einer zeitnahen Sortimentsoptimierung und reibungsloser, bargeldloser Nutzungseffekt mit einer ‚All-in-One’-Card. Vor etwa 2 Jahren starteten die ersten Gespräche zu einer Modernisierung, die eben jene Attribute aufweist und im April 2007 war es so weit: das neue System ‚ging ans Netz’. „Wir haben vor rund 3 Jahren ein neues Zutritts- und Zeiterfassungssystem mit Legic-Karte eingeführt, da haben wir die Chance ergriffen, auch die Automaten auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und das eine mit dem anderen zu koppeln“, erklärt Michael Lapa, Leiter Gebäude-Management bei Biotest.
Verbindendes Glied in der Mitte dieser Kooperation
Das Frankfurter Lorenz-Team, das mit seinem neuen GiroNet-Produkt Platinum ein adäquates Systempaket offerieren konnte, um den gewünschten Anforderungen gerecht zu werden. Neben der Software für die 48 Food & Beverage-Automaten und den 1.000 im Umlauf befindlichen Chipkarten, galt es 7 Aufwerter und ein Gästesystem, das nach dem Pfandprinzip funktioniert, zu implementieren. „Biotest war und ist ein interessantes Unternehmen, das durch seinen hochwertigen Anspruch ein für uns leistungsstarkes Projekt darstellt. Hier kann, darf und soll Platinum seine maximalen Kapazitäten zeigen, “ erklärt Joachim van Klev, Produktmanager der Lorenz Datensysteme GmbH.
Eine Nebenbemerkung sei an dieser Stelle erlaubt: Pro-Kriterium für dieses System war neben aller technischen Raffinesse auch der USP ‚Design’. Für all jene, die seit Jahren im Rahmen ästhetischer Akzeptanz und Ambientelösungen für Vendinggeräte streiten, kann dies argumentatives Exempel sein. „Weder Biotest noch wir wollten hässliche Schaltkästen in den Ecken stehen haben,“ bekräftigen die Geschwister Hein. Die puristische Gestaltung der schlanken Aufwerterterminals in distinguiertem schwarz mit blau-grauem Monitor fügen sich nicht nur unaufdringlich in die Pausenzonen ein, sie nehmen sich sogar als raumkreatives Mobiliar aus.
Überzeugt von System und langjähriger Partnerschaft, investierte AVS in seinen langjährigen Kunden und machte sich daran, die Modernisierung der Vendinglösung umzusetzen. Wie sah die Umstellung konkret aus? Welche Hürden gab es zu überwinden? „Für den tatsächlichen Prozess hatten wir 2 Wochen mit einem sehr straffen Zeitablauf“, bestätigt Technikspezialist René Hein. Die Umjustierung der Geräte und das Systemeinspielen sollten geräuschlos und reibungslos für alle Biotest-Mitarbeiter vonstatten gehen. Das alte System musste währenddessen parallel weiter laufen. Jeden Tag verschickte der Blutplasmaexperte an seine Mitarbeiter eine Mail, an welchem Tag, welcher Automat umgebaut wird. An dem jeweiligen Einsatzort sorgte man dann für Getränke-Ersatz: Kaffee in Kannen und Kaltgetränke in Flaschen. Eine maßgebliche Erleichterung stellte die Nutzung einer Werkshalle von Biotest dar, in der neue Automaten angeliefert und entsprechend programmiert werden konnten. „Wir hätten das sonst in dieser Zeitspanne niemals geschafft“, erklärt Joachim van Klev . Die Vorarbeiten für die Systemumstellung waren jedoch nicht minder arbeitsintensiv, denn Biotest musste für die geplante Vernetzung der Automaten im ganzen Haus passende Kabel verlegen lassen.
Der Vorher-Nachher-Effekt?
Auf einen Nenner gebracht: Simplify for Life. War zum Bezahlen in Kantine und an Vendinggeräten vorher eine separate Karte mit Magnetstreifen notwendig, kann das heute mit einer einzigen, multifunktionalen All-in-One-Karte erledigt werden. Mit der Biotest-Zugangskarte lässt sich an den Aufwerteterminals Geld aufladen, um dann bargeldlos zahlen zu können. Highlight des Platinum-Systems: Die Mitarbeiter konnten ihre bestehenden Legic-Karten behalten und verwenden. „Bei der ersten Nutzung am Aufwerter, wird für das neue Bezahlsystem selbstständig umkodiert“, erklärt van Klev nicht ohne Stolz. Hinzu kommt, dass sich die vorher eingesetzten Magnetstreifenkarten in der Administration enorm kostenintensiv verhielten, „da sie nun mal mechanisch leicht zu zerstören sind“, wie Melanie Hein betont. Auch das Thema Kartenverlust sei mit dem neuen System verursachungsgerecht und fair zu handeln. War das Guthaben auf den alten Karten früher nicht mehr nachvollziehbar und AVS auf Gutglauben angewiesen, weist die EDV-hinterlegte Kartennummer exakt den noch gespeicherten Betrag sowie den letzten Einsatzort aus.

Automatenbetreuer Abebe Tafese – Mit vollem Eifer bei der Arbeit
Und noch ein weiteres Systemvorteil begeistert die Hein-Geschwister: Die Effizienz der Vernetzung. Die diplomierte Betriebswirtin Melanie gesteht: „Ich habe in der Tat meine Einstellung geändert. Früher habe ich gedacht, die ganze Vernetzung und Datenfernübertragung sei Spielerei, ich war zutiefst skeptisch. Doch jetzt in der Anwendung, lassen sich die Vorteile ohne Zweifel attestieren.“ Vom Büro in Schaafheim kann sie sich direkt in jeden Automaten einklinken, erhält zeitnahe Abverkaufsdaten und kann Sortimentsoptimierungen vornehmen. Auffüllen just-in-time im Sinne der Gästebedürfnisse nimmt sich so nicht mehr als Zauberei aus. Ein AVS-Mitarbeiter ist tattäglich in Dreieich und kümmert sich in persona um die Geräte. „Auf Knopfdruck erhalte ich Statistiken, die wir zur Kontrolle brauchen. Früher musste mein Bruder mit einer Infrarotschnittstelle direkt vor Ort die Daten abrufen.“ Damit wird das System nicht nur zum betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstrument, sondern kann auch als Marketingtool eingesetzt werden. Happy Hour-Aktionen, Kaffeelotto oder Überraschungsprodukte zu bestimmten Tagen oder Zeiten lassen sich als Merchandisingelement nutzen und offerieren den Mitarbeitern einen zusätzlichen, motivierenden Pausenservice.
Die AVS-Crew pocht auf hochwertige Qualität beim Kaffee
„Wir haben ausschließlich Geräte, die ganze Bohnen für jede Tasse frisch mahlen. Wir halten nichts von den Vorurteilen, dass in einem Produktionsbetrieb ein Frischbrüher oder Instantautomat ausreichend sei.“ Und damit trifft das Duo offensichtlich auch den Geschmack der Biotestler. Für eine Tasse Kaffee zahlt der Mitarbeiter in Dreieich 0,31 Cent, bringt er eine eigene Tasse zum Automaten mit, sind’s nur 0,27 Cent. Die Umsatzerlöse isoliert betrachtet, dürfte das Vendingkonzept alleine für AVS nicht ertragsbringend sein, oder? „Nein, wir haben mit Biotest ein Miet- und Vollservicevertrag für die Automaten verhandelt. Durch die Umsatzerlöse alleine trägt sich das Geschäft nicht, es deckt sich durch den Mietpreis, den Biotest an AVS zahlt.“. War der Kaffee vor einigen Jahren ebenso subventioniert wie das Mittagessen, fließt seitens Biotest kein Zuschuss mehr in die Automaten. „Unser Zubrot liegt letztlich im Mietvertrag über 5 Jahre plus Strom und sonstige Nebenkosten. Der Mitarbeiter zahlt nur noch den Warenwert“, bemerkt Lapa zur administrativen Konstellation des Fulloperatings.

Von Links nach Rechts: Abebe Tafese (Automatenbetreuer / AVS GmbH), Michael Lapa (Abteilungsleiter Gebäude Management / Biotest AG), Melanie Hein (Geschäftsführerin / AVS GmbH), René Hein (Geschäftsführer / AVS GmbH), Joachim van Klev (Lorenz Datensysteme GmbH)
Zurzeit wägt man in Dreieich das Für und Wider einer Kostenstellenkarte für Bewirtungen ab. „Eine flexible Errungenschaft, die das System ermöglicht. Es handelt sich um eine Credit-Buchung, die am Monatsende ausgelesen und der Kostenstelle in Rechnung gestellt wird,“ macht van Klev deutlich. Das heißt, ein wahrhaft bargeldloser Bezahlkreislauf, der auch Aufwertungen mit Realgeld überflüssig macht. Dezidiertere Kostenverrechnungen als Weiterentwicklung des herkömmlichen Gästesystems, denn die Software beinhaltet ein Abfangprocedere zur Verhinderung von Manipulationen.
Wie hat sich der Arbeitsalltag für die Vendingunternehmer seit April dieses Jahres letztendlich verändert? Melanie Hein kann die Essenz pragmatisch auf den Punkt bringen: „Durch das neue Platinum-System sind wir schlicht und ergreifend kundenfreundlicher geworden.“ Die blitzschnelle Anpassung an die Nachfrage vor Ort sei alles in allem durch nichts zu ersetzen und präge in Zukunft sämtliche neu hinzu kommenden Vendingprojekte.
Das nimmt GiroNet und Lorenz -Geschäftsführer Helmuth Butt gerne als Bestätigung für die adäquate Richtung der Produktentwicklung auf. „Das gebe ich mit Freude weiter, denn die Erfahrungen aus 20 Jahre Außer-Haus-Markt versuchen wir immer wieder mit aktuellem Zeitgeschehen und Bedarfsveränderungen anzureichern. Eine Herausforderung, denn Systementwicklung ist immer geistige Innovation, deren Inhalt auf Praxisanwendung herunter gebrochen werden muss. Gelingen kann das nur in visionären Partnerschaften.“ Im heutigen Wettbewerbsdruck ein unschlagbares Argument pro Service und pro Premiumqualität.
